Autogenes Training bei Magen-Darm-Beschwerden

Viele Emotionen leben sich in Magen-Darm-Beschwerden aus. Deswegen gibt es auch vermehrt diese Aussagen "schlägt mir auf den Magen", "ich habe Schiss"....

Durch Stress, Kummer, Ängste, Aufregungen wird die Säureproduktion des Magens erhöht. Dies schädigt die schützende Magenschleimhaut, wodurch Bakterien eindringen können. Gleichzeitig verengen sich im Bauchraum die Blutgefäße und das Blut wird in das Gehirn transportiert. Geschieht dies häufiger, so werden Magen und Darm weniger durchblutet und entzünden sich. 

 

Magen-Darm-Beschwerden können ein Anzeichen dafür sein, dass du mit einem unbewussten Konflikt zu kämpfen hast.

Einerseits ist der Wunsch da, liebevoll umsorgt zu werden, aber auf der anderen Seite steht der Wunsch nach Unabhängigkeit. 

 

Durch das Autogene Training kannst du lernen, dich selbst liebevoll zu umsorgen und deinem Magen-Darm Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Beim Autogenen Training führt man immer zuerst die Grundübungen Ruhe, Schwere, Wärme durch um in eine tiefe Entspannung zu sinken.

Für Beschwerden im Bauchraum eignet sich die Bauchraumübung, um vermehrt Blut in die Bauchorgane zu schicken, damit Magen und Darm zur Ruhe kommen.

 

Lege dich nun bequem hin, schließe deine Augen. Deine Atmung fließt in Ruhe und mit jedem Atemzüge sinkst du immer mehr in die Entspannung.

Sage dir nun mehrmals innerlich die Formeln der Grundübungen auf: "Ich bin ruhig." "Meine Arme & Beine sind schwer." "Meine Arme & Beine sind angenehm warm."

Bist du vollkommen entspannt, so konzentriere dich auf deinen Bauchraum und sage dir: "Mein Bauch ist gut durchblutet und angenehm warm. Mein Magen ist entspannt und arbeitet gut. Mein Bauch ist warm und weich."

Durch die Entspannung, die sich in deinem Bauchraum ausbreitet, kann es zu Bauchgeräuschen kommen. Dies ist vollkommen normal und ein Zeichen der tiefsten Entspannung.

Stell dir nun so detailliert wie möglich dein Lieblingsessen vor. Wie riecht es? Wie sieht es aus? Wie ist es angerichtet? 

Führe dir gedanklich kleine Happen in den Mund. Spüre den Geschmack, wie du genüsslich kaust und wie du damit Energie in dir aufnimmst.

Mit jedem Happen verspeist du gleichzeitig Ruhe & Gelassenheit und nimmst die Entspannung körperlich in dir auf.

 

Nach einigen Bissen, kannst du das wohlige Gefühl noch für einen kurzen Augenblick beibehalten und dich dann langsam wieder durch Bewegungen des Körpers zurückholen.

 

Na, wie hat sich dein Bauch dabei angefühlt? Hat er dir entspannende Geräusche gesendet?

 

Versuch bitte auch regelmäßig dir Zeit beim Essen zu nehmen. Kaue langsam. Nutze deine Sinne. Und vor allem achte darauf, welche Lebensmittel du zu dir nimmst. 

 

-Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hast darin zu wohnen.- Winston Churchill

 

Deine Laura 




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