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Der richtige Umgang mit Stress


"Ich muss heute länger bleiben. Ich hab noch so viel zu erledigen." , "Ich bin so kaputt. Zurzeit ist alles zu viel.", "Ich schaff es nicht. Ich weiß nicht, wann ich das alles noch erledigen soll."

 

Leider erreichen mich diese Aussagen zurzeit sehr oft. Doch wieso geht es besonders jetzt so vielen so, dass sie sich überarbeitet, gestresst, erschöpft und ausgelaugt fühlen?

Ich denke, dass genau in dieser Zeit mehrere Faktoren aufeinandertreffen.

 

1.  Es ist Herbst. Die Tage sind kühler und trister und die Sonne lässt sich nicht mehr oft blicken. Morgens dauert es länger bis es hell wird und abends wird es so früh wieder dunkel. Dies ist erstmal wieder eine Umstellung für den Körper. Man kommt schlechter aus dem Bett und ab 17 Uhr hat man das Gefühl es sei abends und man möchte den restlichen Tag nur noch gemütlich Zuhause verbringen und nichts mehr tun. Es fühlt sich für uns so an , als ob der Tag noch weniger Stunden bekommen hat und wir alles in kürzester Zeit schaffen wollen. 

 

2.  Es geht zum Jahresende zu. Viele Firmen oder auch Privatpersonen haben eine Frist oder haben sich ein Ziel gesetzt noch alles im Jahr 2017 zu erledigen. Und so viel Zeit bleibt bis dahin nicht mehr. Wenn man sieht, wie groß noch der Berg auf seinem Schreibtisch ist, dann wird einem ganz mulmig zu mute. Und leider wird der Haushalt auch nicht weniger oder behebt sich von alleine.

 

3.  Zusätzlich steht Weihnachten vor der Tür. Das heißt, Geschenke kaufen, die Weihnachtstage planen, sich bei Weihnachtsfeiern blicken lassen und und und

 

Wo bleibt da gefühlt noch Zeit für einen selber und seine Hobbys. Aber genau das ist in dieser Zeit besonders wichtig. Oder möchtest du erschöpft, krank und deprimiert an Weihnachten mit deiner Familie zusammensitzen und deine freien Tage im Bett verbringen? Ich hoffe nicht.

 

Wenn du genau jetzt etwas ändern möchtest, dann nehme dir einen Augenblick Zeit und setzte dich mit einem Block und einem Stift an einen ruhigen Ort.

Werde dir nun einmal bewusst, wie es dir in diesem Moment geht. Was ist dein Stressauslöser? Wie äußert sich der Stress? Hast du körperliche Symptome? Hast du einen unruhigen Schlaf? Bist du schnell gereizt oder eher traurig? Notiere alles was dir einfällt.

 

Wenn du dir diesen Part intensiv bewusst gemacht hast, so notiere dir detailliert, was genau du dieses Jahr noch zu erledigen hast. Aber wirklich nur das, was unbedingt sein muss. Vielleicht hat ja das ein oder andere doch noch Zeit und du kannst es aus deinen jetzigen Gedanken streichen.

 

Nun schaue dir als nächstes mal einen Tag von dir an. Wie verbringst du ihn? Arbeitest du von morgens bis abends durch ohne eine nährende Mahlzeit zu dir zu nehmen? Oder lässt du dich vielleicht auch oft vom Handy ablenken? Sowohl das eine als auch das andere sollte man vermeiden. Wichtig ist eine Balance. Eine Balance zwischen aktiv sein und Erholung.

Stell dir nun mal vor, wie du deinen Tag anders gestalten könntest.

 

Hier ein paar Ideen von meiner Seite aus:

 

-Ein paar Minuten eher aufstehen, mit einer Meditation oder Bewegung und einem ausgewogenem Frühstück in den Tag starten

-Gleich am Morgen die Dinge erledigen, die man sonst immer vor sich herschiebt

-Sich eine bewusste Zeit setzen, wie lang man an einer Aufgabe verweilt

-Aufgaben abgeben oder auch Hilfe annehmen

-Alle 4-5 Stunden eine Mahlzeit zu sich nehmen und das Essen in Ruhe zu genießen

--> siehe meinen Special-Beitrag zu "Mindful Eating"

 

-Termine für sich selber setzen und diese auch einhalten, z.B. Mittwoch um 18 Uhr lege ich mich in die Badewanne

-Jede Stunde eine kurze Pause für 10 bewusste Atemzüge nehmen, um den Körper mit neuer Energie aufzutanken

-Ausreichend Wasser trinken

-Während der intensiven Arbeitszeit das Handy ausschalten

 

 

Eine weitere schöne Möglichkeit ist, dass du mal in dich horchst, welche Affirmation (positive Aussage) dich in dieser Situation stärkt und dich anders reagieren lässt, wenn ein Stressauslöser deinen Weg kreuzt.

Das kann zum Beispiel sein: Ich nehme Hilfe an! ; Ich höre auf meinen Körper und schenke mir Erholung! ; Ich erledige meine Aufgaben in Ruhe und Gelassenheit!

 

Wichtig ist, dass diese Affirmationen nicht negativ besetzt sind, d.h. dass du nicht sagst: "Ich werde mich NICHT stressen lassen!"

Der Körper verdrängt das Wort "NICHT" und das Ergebnis ist: "Ich werde mich stressen lassen!"

 

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Anregungen geben, wie du versuchen kannst, anders mit dem Stress umzugehen.

 

"Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen zu surfen"- Jon Kabat -Zinn

 

Ich wünsche dir in diesem Sinne einen wunderbaren Tag.

 

 

Deine Laura

 




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